Seit Anfang 2014 bietet das Linke Zentrum „Mathilde Müller“ in Villingen-Schwenningen Raum für alle, die gegen Krieg, Nazis und für eine solidarische Gesellschaft aktiv werden wollen oder sich einfach nur in entspannter Atmosphäre informieren und austauschen möchten.

Räume in Selbstverwaltung, die regelmäßig und verlässlich für kulturelle oder politische Veranstaltungen genutzt werden können, existierten in der Vergangenheit in Villingen-Schwenningen.

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Veranstaltungsreihe: Türkei / Kurdistan / Rojava

16. September: Solidaritätsabend – Gemeinsam Briefe schreiben an gefangene GenossInnen, mit aktuellen Infos auch zu den laufenden Verfahren.

22. September: Vortragsveranstaltung – Rojava

14. Oktober: Vortrag: Zur Entwicklung der türkischen Rechten in Deutschland

21. Oktober: Abschlussveranstaltung – kurdisch/türkisches Essen, Musik, Getränke und Berichte zu den vergangenen Aktionen

 

Tausende Verhaftete, die Einschränkung der Presse sowie die Bilder Gefolterter machen sich zwar in den hiesigen Medien nicht gut. Die Kritik aus der BRD am Handeln Erdogans nach dem gescheiterten Putsch beschränkt sich jedoch auf mahnende Worte, denn wirtschaftliche und machtpolitische Interessen wiegen schwerer.

Auch vor dem nun bereits ein Jahr andauernden Krieg der Regierenden in der Türkei gegen die kurdischen Gebiete und dem Einsatz der Armee gegen die zivile Bevölkerung verschließt die BRD weiter die Augen.
Zahlreiche Linke aus der Türkei und Kurdistan befinden sich derzeit in der BRD in Haft oder stehen vor Gericht.

Der Grund dafür? Ihr Einsatz für eine demokratische Gesellschaft, ihr Einstehen für die Selbstbestimmung der kurdischen Bevölkerung, ihr Handeln gegen die autoritär regierende AKP und vor allem ihr Kampf für eine Ordnung der Gleichberechtigung und Solidarität.

In der Türkei als Mitglieder der PKK und der revolutionären türkischen Linken verfolgt, werden sie in der BRD in der selben Weise als UnterstützerInnen und AnhängerInnen einer „ausländischen terroristischen Vereinigung“ angeklagt und inhaftiert. Die Anschuldigungen und Beweise dazu liefert oftmals der türkische Staat.

Die BRD macht sich dabei jedoch nicht nur zum Erfüllungsgehilfen der diktatorisch regierenden AKP unter Erdogan, die Herrschenden in Deutschland handeln vielmehr in ihrem eigenen Interesse. Ihnen geht es um Absatzmärkte, dem Zugang zu Rohstoffen und starken Verbündeten in der Region, welche nicht nur bei der Abschottung vor Flüchtlingen dienlich sind. Fortschrittliche und linke Bewegungen sind ihnen dabei ein Dorn im Auge, denn deren Einsatz für eine befreite Gesellschaft steht dem Streben der kapitalistischen Eliten nach mehr Profit und Einfluss in der Region entgegen.

Doch wir zeigen uns solidarisch – solidarisch mit der kurdischen Befreiungsbewegung, der türkischen Linken und mit den Menschen in Rojava Nordsyrien welche sich nicht in den syrischen Bürgerkrieg hineinziehen lassen sondern für eine demokratische Gesellschaftsordnung, in der die verschiedenen Bevölkerungsgruppen solidarisch zusammenleben und ihr Leben in die eigene Hand nehmen, kämpfen.

Wir sind aber auch solidarisch mit den in der BRD von Strafverfolgung und Gefängnis betroffen FreundInnen und GenossInnen, denn ihr Einsatz für einen gerechten Frieden ist kein Verbrechen sondern notwendiger denn je.

PROGRAMM:

16. September: Solidaritätsabend – Gemeinsam Briefe schreiben an gefangene GenossInnen, mit aktuellen Infos auch zu den laufenden Verfahren.

20 Uhr | Linkes Zentrum Mathilde Müller (Jahnstr. 47/1, VS-Schwenningen)

Die Haft und Isolation zielt zum einen gegen das politische Engagement der GenossInnen, gegen ihre Unterstützung antifaschistischer und antirassistischer Praxis, gegen ihr Mitwirken in antimilitaristischen Initiativen, gegen ihre Arbeit für die Gleichberechtigung der Frauen, kurz es geht um die unmittelbare Schwächung linker und revolutionären Organisationen. Zum anderen zielt das Wegsperren im Gefängnis gegen die einzelnen GenossInnen selbst. Haft und Isolation reißt sie aus ihren persönlichen und politischen Zusammenhängen und zielt darauf die Person zu entmutigen, zu brechen. Zeigen wir den GenossInnen, dass sie nicht alleine und erst recht nicht vergessen sind. Aus der Region Villingen-Schwenningen müssen sich derzeit zwei Genossen vor Gericht verantworten. Zum einen Müslüm Elma, er wurde am 15. April 2015 zeitgleich mit zehn weiteren AktivistInnen der ATIK festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen der TKP/ML anzugehören.

Zum anderen ist es Ali Özel, am 12. Februar 2015 wurde er in Villingen-Schwenningen festgenommen. Ihm wird vorgeworfen Mitglied der PKK zu sein und als Kader der Partei verschiedene Regionen geleitet zu haben. Wir laden ein zum gemeinsamen Briefe schreiben an die Gefangenen. Daneben informieren wir an diesem Abend über die aktuellen Verfahren und die betroffenen GenossInnen.

22. September: Vortragsveranstaltung – Rojava
19 Uhr | Linkes Zentrum Mathilde Müller (Jahnstr. 47/1, VS-Schwenningen)

Eine Genossin des „Revolutionären Aufbau Schweiz“ war in Rojava und Sengal an dieversen Frontabschnitten unterwegs und hat sich mit den Verkünpfungen des Politischen mit dem Militärischen auseinandergesetzt, hat Interviews mit KommandantInnen sowie InternationalistInnen militärpolitischer Einheiten geführt. Im Zentrum die Fragestellung: Was lernen wir dort für unsere revolutionäre Politik hier.

September/Oktober: Veranstaltung – türkische Faschisten machen mobil, auch in Deutschland
Linkes Zentrum Mathilde Müller (Jahnstr. 47/1, VS-Schwenningen)

In der Türkei mobilisiert, die unter Erdogan regierende Partei AKP tausende Anhänger auf die Straße. Mit Terror und Gewalt gehen diese gegen Aleviten, Kurden und Linke vor. Doch auch in Deutschland werden türkische extrem rechte und islamistische Gruppen zunehmend aktiver, Zusammenschlüsse wie DITIB welcher der AKP sehr nahe ist oder die recht neue Vereinigung Osmanen Germania. Die Veranstaltung vermittelt einen Überblick und geht auf möglich Gegenstrategien ein. Der Eintritt ist frei, der genaue Termin wird auf unserer Internetseite noch bekannt gegeben.

14.Oktober: Vortrag: Zur Entwicklung der türkischen Rechten in Deutschland
20:30 Uhr | Linkes Zentrum Mathilde Müller (Jahnstr. 47/1, VS-Schwenningen)

Die Existenz der demokratischen Autonomie im nordsyrischen Rojava. Die Ausrufung der Selbstverwaltung in den kurdischen Gebieten im Osten der Türkei. Der Krieg des türkischen Staates gegen die kurdische Bevölkerung. Der Einmarsch des türkischen Militärs nach Syrien. Die Organisierung der Präsidialdiktatur Erdogans nimmt immer klarere Züge an. Die sozialdemokratische Partei CHP und die faschistische MHP rücken politisch immer näher an Erdogan und seine AKP-Regierung. Die türkische Rechte hat die Macht an sich gerissen. Wer sich nicht an ihre Seite stellt muss mit massiver Repression rechnen.
Diese Entwicklungen haben auch in der Bevölkerung Deutschlands spuren hinterlassen. Wie hat sich die türkische Rechte in Deutschland in der letzten Zeit entwickelt? Welche Akteure gibt es bei uns vor Ort? Diese und weitere Fragen werden am 14. Oktober im Linken Zentrum Mathilde Müller behandelt und diskutiert.

21. Oktober: Abschlussveranstaltung – kurdisch/türkisches Essen, Musik, Getränke und Berichte zu den vergangenen Aktionen
20 Uhr | Linkes Zentrum Mathilde Müller (Jahnstr. 47/1, VS-Schwenningen)

Zum Ausklang der Kampagne gibt es noch ein kleines Fest mit Essen, Getränken und Musik. Auch können nochmals Briefe an die Gefangenen geschrieben werden. Wir freuen uns auf euer kommen.

Bericht zur Veranstaltung: Die rechte Szene in der Region – führende Akteure und Köpfe

Am Donnerstag Abend, dem 2. Juni, veranstaltete die Antifaschistischen  Aktion [O] Villingen – Schwenningen in Zusammenarbeit mit dem Offenen  Antifaschistische Treffen Villingen – Schwenningen einen Vortrag zum Thema „Die rechte Szene in der Region“ im Linken Zentrum Mathilde Müller.

Der Vortrag ist im Rahmen der Kampagne Antifa: solidarisch & konsequent  der Antifaschistischen Aktion [O] VS entstanden.

Ein aktiver Antifaschist ging auf die Rolle der verschiedenen rechten Parteien und Gruppen im Schwarzwald – Baar Kreis ein. Die NPD und DLVH um ihren Vorsitzenden Jürgen Schützinger, der seit mehr als 30 Jahren  ununterbrochen im Gemeinderat von Villingen-Schwenningen sitzt, bekommt mit der recht jungen Kleinstpartei „Der Dritte Weg“ Konkurrenz. Mit seinem offensiven und aggressiven Auftreten versucht  „Der Dritte Weg“ vor allem junge, aktionistische Faschisten anzusprechen.

Mit den Aufmärschen unter dem Namen SBH-Gida und Nein zum Heim ist es den rechten kaum gelungen neue  Leute zu erreichen. Dennoch: Mit den Aufmärschen ist Bewegung in die eigene Szene gekommen. Außerdem verschaffte der Referent einen Überblick über die altbekannten und neu dazu gestoßenen führenden Köpfe rund um SBH-Gida / Nein zum Heim.

In der anschließenden Diskussion wurden die Möglichkeiten antifaschistischer Gegenwehr diskutiert und mögliche Handlungsansätze angerissen.

 

Veranstaltung: Die rechte Szene in der Region – führende Akteure und Köpfe

Im Rahmen der Kampagne Antifa: solidarisch & konsequent der Antifaschistischen Aktion [O] Villingen-Schwenningen findet am 02.Juni eine Veranstaltung im Linken Zentrum Mathilde Müller statt. Hier der Aufruf der Antifaschistischen Aktion [O] VS:

Die rechte Szene in der Region – führende Akteure und Köpfe
Seit eineinhalb Jahren gibt es eine Zunahme von rechten und faschistischen Aktivitäten. Mit der Partei „Der Dritte Weg“ tritt in der Region eine neue faschistische Struktur in Erscheinung.Im Rahmen der Veranstaltung vermittelt ein aktiver Antifaschist einen Überblick über die extreme Rechte in der Region.
Die Veranstaltung findet statt im Linken Zentrum Mathilde Müller (Jahnstr. 47/1) in Schwenningen. Beginn ist um 19 Uhr, der Eintritt ist frei.

Link der Kampagne Antifa: solidarisch & konsequent

Weihnachtsfeier anlässlich 2 Jahre Linkes Zentrum Mathilde Müller

ZweiJahre LZVS Zwei Jahre. . .

. . . bietet das Linke Zentrum Mathilde Müller in Schwenningen nun
schon Raum für Linke, um zusammenzukommen, zu arbeiten und sich zu vernetzen.
Um die Jahreswende 2013/14 wurde der Raum an der Ecke Jahnstraße/Karlstraße angemietet, eigenhändig renoviert und umgebaut, bevor er als Linkes Zentrum genutzt werden konnte.

Heute ist es der Anlaufpunkt für linke Politik in der Region geworden.

Komm zur Geburtstagsfeier am 1 8. Dezember oder schau so mal vorbei!

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04.Dezember: Infoveranstaltung zu Rojava

RojavaSeit Ende 2013 gibt es im Norden Syriens ein autonomes, selbstverwaltetes Gebiet – Rojava. Während die dortige Bevölkerung zuerst vom „IS“ in die Enge gedrängt wurde schaffte sie es ihn zurückzudrängen. Während man sich einerseits in heftigen Kämpfen mit dem „IS“ befindet, wird andererseits versucht die gesellschaftlichen Verhältnisse zu revolutionieren. Demokratische Selbstverwaltung durch Räte, der Kampf gegen patriarchale Strukturen und der Aufbau von wirtschaftlichen Kooperativen sind wesentliche Elemente in Rojava.

Am Freitag 4. Dezember 20 Uhr:

Infoveranstaltung zu Rojava im Linken Zentrum Mathilde Müller

Es wird eine kurze Einführung in die Entstehung und Entwicklung Rojavas geben. Anschließend werden wir gemeinsam eine Dokumentation zur Situation in Rojava schauen. Genügend Raum für Diskussionen wird natürlich auch sein und leckeres Essen wird auch angeboten!
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Zweite Filmvorführung zum Militärputsch in Chile im Linken Zentrum VS

Am 11. September 2015 gab es eine Filmvorführung der Dokumentation von Patricio Guzman über den Militärputsch in Chile vor 42 Jahren.
Zudem gab es, passend zum Thema, leckere „klassische“ und vegane Empanadas für die BesucherInnen.
An der Veranstaltung beteiligten sich ca. 15 Personen, die im Anschluss an die Filmvorführung Raum für Diskussionen fanden.

Da am Freitagabend jedoch nur der erste Teil der Dokumentation gezeigt werden konnte, viele aber anregten, an einem weiteren Abend auch noch den zweiten Teil zu sehen, haben wir uns entschlossen, am kommenden Freitag, den 18. September, auch noch den zweiten Teil gemeinsam zu schauen.
Auch leckeres Essen wird es wieder geben.

Im zweiten Teil geht es unter anderem um „wilde Fabriknahmen“, durch die die Beschäftigten, angesichts der immer deutlicheren Gefahr eines Staatsstreichs, die Kontrolle über ihre Fabriken sichern wollen. Angesichts dessen wird innerhalb der ArbeiterInnenbewegung diskutiert wie vorzugehen ist, dabei stellt sich für sie auch die Frage ob das erreichte mit Waffengewalt von ihnen selbst verteidigt werden müsse. Und letztlich ist zu sehen wie das Militär die Macht übernimmt. Mitglieder linker Parteien und GewerkschafterInnen ermordet und in Lager sperrt.

Filmvorführung: „Der Staatsstreich“
Am 18. September um 19 Uhr im Linken Zentrum Mathilde Müller

Das andere 9/11 – der Militärputsch in Chile – Filmvorführung im Linken Zentrum

chileAm 11. September 1973 putschte das chilenische Militär das demokratisch legitimierte, linke Wahlbündnis Unidad Popular aus der Regierung. Folge war der Tod des Regierungschefs Salvador Allende, die Ermordung vieler tausender GewerkschafterInnen, sowie Mitgliedern und SympathisantInnen der Unidad Popular und die Errichtung einer skrupellosen Militärdiktatur.

In dessen Folge wurden alle Verbesserungen der vorigen Jahre für die arbeitende Bevölkerung gestrichen und ein Experimentierfeld für die Umsetzung radikal-kapitalistischer Forderungen eröffnet.

Um an diesen blutigen Militärputsch zu erinnern, veranstaltet das Antimilitaristische Treffen Villingen-Schwenningen eine Filmvorführung der vielfachausgezeichneten Dokumentation von Patricio Guzman. Darin wird die Entwicklung bis hin zum Putsch dargestellt – der „Aufstand der Bourgeoisie“.

Außerdem gibt es leckeres chilenisches/südamerikanisches Essen gegen Spende.

Freitag, 11. September 2015
Beginn: 19 Uhr – Eintritt frei
Linkes Zentrum Mathilde Müller, Jahnstr. 47/1, VS-Schwenningen