Über Uns

das Linke Zentrum ist ein Ort der Gegenbewegung. Hier kommen Widerstand und Solidarität zusammen.

Raum für Antikapitalismus, Gegenkultur und Solidarität – Seit 2013

Ende 2013 haben einige Leute zusammen das Projekt „Räume für Linke Politik und Kultur in Villingen-Schwenningen“ angepackt, denn was hier gefehlt hat war der Raum um sich zu treffen, auszutauschen und anzupacken, und das ganze ohne sich dabei verbiegen zu müssen. Das Ziel: Räume von der Bewegung, für die Bewegung.

Nach einiger Suche wurden Räumen gefunden, mit bescheidenen finanzielle Mitteln selbst renoviert und gestaltet, einiges an Bürokratie erledigt und seitdem sind weitere Unterstützer:innen sind dazu gestoßen.

Dass die Räume rege genutzt werden und (trotzdem) in Schuss sind, ist denjenigen zu verdanken, die das Leben und Aktivitäten im und um das Zentrum organisieren und planen. Aber natürlich auch nur möglich durch diejenigen, die mit ihren Spenden regelmäßig das Linke Zentrum unterstützen.

Das Linke Zentrum ist für politische Arbeit und Gegenkultur nicht mehr wegzudenken. Es ist der Ort in der Kleinstadt für antikapitalistische, antifaschistische und antimilitaristische Politik. Ein Raum ohne Konsumzwang, wo Rassismus und Sexismus keinen Platz haben, offen und unabhängig. Offen im Sinn eines Raums, der das Gefühl vermittelt, dass alle willkommen sind vorbeizuschauen und mitzumachen, egal wie alt oder jung, welches Geschlecht, Herkunft oder Vorwissen. Unabhängig heißt, nicht von städtischen Mitteln, Stiftungen oder Parteien abzuhängen.

Wir laden euch ein vorbei zu kommen. Ob zu Kneipenabenden und Vokü, ob ihr die Räume für eure Arbeit und Treffen nutzen wollt, oder ob ihr ganz direkt beim Linken Zentrum Villingen-Schwenningen mit machen wollt – Möglichkeiten gibt es viele. Sprecht uns einfach an.

Wer macht das alles bei uns in der Provinz?

Wir sind eine Gruppe von Menschen, manche von uns sind schon viele Jahre aktiv und positionieren sich strikt antikapitalistisch, manche von uns machen erst seit kurzem in verschiedenen Zusammenhängen und politischen Gruppen mit. Gemeinsam sind wir der Überzeugung, dass in einer Zeit, in der Spaltung, Konkurrenz, Krisenfolgen und Vereinzelung den gesellschaftlichen Alltag bestimmen, Linke Zentren wichtige Orte sind, in denen das Leben schon heute anderes gestaltet werden kann, wo Antikapitalismus, Gegenkultur und Solidarität zusammenkommen. Und das ist dringend nötig. Denn so wie es ist, stellen wir uns die Gesellschaftlich nicht vor: kapitalistische Ausbeutung und Umweltkrise, zunehmende Repression und Law and Order, Rechtsruck und Nazis, Militarisierung und Krieg, patriarchale Strukturen, Sexismus und Gewalt gegen Frauen*. Dagegen sind wir aktiv – das Linke Zentrum als Ort der Gegenbewegung. Es geht um unser Leben und unsere Perspektive.

Selbstverständnis

Das „Linke Zentrum Mathilde Müller“ ist ein selbstverwalteter Raum für alle, die sich nicht mit den alltäglichen Zumutungen des Kapitalismus abfinden. Wir wollen diesem System, das alles dem Ziel der Profitsicherung und Profitmaximierung unterordnet, gemeinsam eine solidarische Alternative entgegensetzen. Dafür wollen wir einen Anlaufpunkt für Menschen, Bewegungen und Initiativen bieten, die in sozialen und gewerkschaftlichen Kämpfen aktiv sind, sich gegen Unterdrückung anhand von Geschlecht, patriarchalen Strukturen, sexualisierter Gewalt, Herkunft oder Hautfarbe engagieren oder sich gegen Klimawandel, Überwachung, Faschismus, Kriege und den Export von Waffen und Armut in andere Länder einsetzen.

Den Widerspruch zwischen Kapital und Arbeit sehen wir als den grundlegenden Konflikt unserer Zeit. Wir sind überzeugt, dass eine gemeinsame Bewegung der lohnabhängigen Klasse notwendig ist, um die herrschenden Zustände von Grund auf zu verändern.

Veränderungen kann es nur mit, und nicht gegen die Mehrheit der Menschen geben. Theorien und politische Ansätze, die auf moralische Selbsterhöhung und elitäre Zirkelbildung ausgerichtet sind, sind falsch.

In unserem Zentrum setzen wir uns für einen solidarischen und konstruktiven Umgang miteinander ein. Egoismus, Diskriminierung und Konkurrenzdenken bleiben außen vor und der Ablauf wird kollektiv und selbstverwaltet organisiert. Die Struktur ist offen und transparent gestaltet. Eigeninitiative und Beteiligung sind die Basis unserer Arbeit. Dabei wollen wir ein Miteinander von allen, die sich im Linken Zentrum beteiligen und kein Nebeneinander verschiedener Strömungen.

Wir treffen und tragen alle wesentlichen Entscheidungen gemeinsam. Und bringen gemeinsam das Projekt Linkes Zentrum voran. Wir sind offen für diejenigen die sich beteiligen wollen.

Was wir nicht bei uns dulden sind rassistische und sexistische Verhaltensweisen und Positionen, ebenso wenig wie eine Politik und Weltanschauung, die imperialistische Kriege und Sozialabbau beinhaltet oder gutheißt.